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Thessa und die Folgen: Facebook-Party überall

Samstag, 18.Juni.2011 | Autor | Rubrik: Facebook inside

Thessa war in Deutschland die Person, die eine Welle ausgelöst hat, die eigentlich keine haben will. Spontane und ungenehmigte -Partys, welche einfach und schnell öffentlich gemacht werden. Alleine in den letzten 2 Tagen wurden Partys in Ronsdorf (), Aachen und Lünen (angeblich) gemeldet. Über Pfingsten gab es auch viele solcher Partys und ein Ende ist nicht abzusehen. Im gegensatz zu Thessa, werden diese Partys bewusst organisiert und bevorzugt anonym. Selbst das die Polizei kommt, wird erwartet und es sind Sätze zu lesen wie: „Es gibt keinen offiziellen Veranstalter! Wie [sic!] nehmen nur unser Recht wahr uns freizügig zu bewegen & zu feiern…… Deswegen scheißt auf die Polizei & lasst euch nicht von ihnen anpissen. Ihr seid zum feiern da, nicht zum pöbeln!“

Doch die Polizei ist nicht dumm. Von solchen Veranstaltungen gibt es meist später Fotos im Netz. Die dort gezeigten Personen werden mit anderen Party-Fotos verglichen und bei Aussschreitungen auch zur Identifizierung verwendet.

Und selbst wenn sich Online 5000 Menschen oder mehr melden und teilnehmen wollen, kann es oft deutlich darunter liegen. In Aachen haben sich Online 2000 Menschen gemeldet und es kamen nur 500 Menschen.

In Wuppertal Ronsdorf gab es keine friedliche Party. Was offiziell um 19:30 Uhr anfangen sollte, endete um 22 Uhr mit polizeilichem Tränengas und Festnahmen, wegen Ausschreitungen. Und Augenzeugen berichten davon das fast alle 5 Minuten ein Krankenwagen kam.

Aber wer eine öffentliche Party aus Spaß einstellt und von solchen Events keine Ahnung hat. Quasi die ganze Organisation, die echte Veranstalter machen, nicht berücksichtigt, muß mit solchen negativen Ereignissen rechnen.

Und eines sollte niemand vergessen. Wer in Facebook eine illegale Facebook-Party veröffentlicht und nicht anonym ist, hat mit schweren rechtlichen Folgen zu rechnen. Und wer eine solche Party startet, sollte mit großen Massen rechnen und entsprechende Locations auswählen. Man denke bitte an die Loveparade 2010 in Duisburg. Da haben Profis versagt und 21 Menschen sind gestorben, viele sind schwer verletzt und einige hatten ein schweres Trauma. Wer möchte für sowas verantwortlich sein? Auch 5.000 Menschen können zuviel sein, wenn die Location zu klein ist.

So lustig der Spaß auch werden kann, so gefährlich kann es auch sein, besonders dann, wenn es keine Ordner gibt und die Polizei nicht rechtzeitig von diesen zweifelhaften Events erfährt.